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Sebastian Mahr



Sebastian Mahr hat einiges schon geschafft und ist noch lange nicht am Ziel. Lest am besten seinen Bericht und erfahrt mehr über diesen tollen Athleten.


Halbmarathon IN

Ein schöner und erfolgreicher Nachmittag für mich beim Traditions-Wettkampf. Es war mir nicht ganz klar, wie schnell ich mich vom Trainingslager in Italien erholen würde, umso mehr freut es mich, dass alles so gut geklappt hat. Mit 1:11:47 konnte ich meine Bestzeit um knappe 4 Minuten steigern und am Ende als 5. ins Ziel im Klenzepark einlaufen. Ein kleiner Abriss vom Rennen:

Zusammen mit Hagen Brosius, Markus Stöhr und Tim Madalinski ging es die ersten 4km flott durch die Innenstadt. Da war dann schon klar, dass an Hagen mal wieder kein Vorbeikommen geben würde. Er wurde am Ende nach starkem Schlussspurt sogar noch 3. - herzlichen Glückwunsch. Tim und ich konnten uns zwischen Kilometer 6-7 etwas von Markus absetzen und waren die nächsten 7 Kilometer dann nur noch im Zweier-Team unterwegs. Nach dem schnellen Angang (6km in 19:19 und 10,5km in 34:34) wurde es dann etwas zäher, als es Richtung Staustufe ging. Ich hatte immer wieder mal das Tempo forciert und versucht, mich von Tim zu lösen doch er ging immer wieder mit. Bei Kilometer 15 konnte ich dann erstmals einige Meter zwischen uns legen. Ich versuchte zurück Richtung Stadt auf dem Donaudamm weiter zu pushen und konnte mich entscheiden absetzen. Die letzten beiden Kilometer sollten dann vermeintlich wieder leichter sein, da wir wieder im Bereich vieler Zuschauer waren, was beim Heimwettkampf immer doppelt motiviert. Da ging es mir dann aber schon echt nicht mehr so gut und ich musste wirklich beißen, um mein Ziel (1:11:40 hatte ich im Kopf) noch zu erreichen. Als ich dann in den knapp 200m langen Zielkanal einbiegen konnte war da nur noch Freude. Ich wusste, dass alles aufgehen würde und konnte jeden Meter und Schritt genießen. Am Ende waren es 7 Sekunden über meiner "Wunsch-Zeit" - also nahezu perfekt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, das Organisations-Team und alle, die mich an der Strecke unterstützt und angefeuert haben.

Triathlon IN

Heimrennen - Triathlon Ingolstadt. Zusammen mit dem Halbmarathon wohl eines größten Highlights im Sportjahr. Nach einem weiteren guten Trainingsblock in Italien und dem ersten Regionalligawettkampf wollte ich die Form antesten. Zum ersten Mal bin ich zuhause auf der Mitteldistanz gestartet. Roland hatte mir recht genaue Vorgaben gegeben, wie ich mir das Rennen einteilen sollte. Ich wusste im Vorfeld, dass mit Nils Daimer (Vorjahressieger auf der olympischen Distanz) und Lukasz Woit zwei sehr starke Athleten am Start sind. Deshalb galt es, nicht zu überzocken und im Endeffekt meinen Plan abzuspulen, auch im Hinblick auf Roth.

Nach einer emotionalen Gedenkminute für Julia Viellehner ging es pünktlich um 08:00 in den Baggersee. Ich habe schnell gesehen, dass Lukasz weiter mittig gestartet war und wir trafen uns kurz vor der ersten Boje. Das sollte es auch gewesen sein für den heutigen Tag - ich konnte seine Füße keine 50m länger halten und kassierte bereits beim Schwimmen 2 Minuten. Auf dem Rad kam Nils nach 12km vorbeigerauscht. Ich habe an den Wendepunkten immer wieder geschaut, was die Abstände machen nach vorne und hinten. Das Rennen konnte ich zu diesem Zeitpunkt auf dem 3. Platz verwalten, da die beiden vorne einfach einen Tick zu stark waren und mir beständig weiter Sekunden aufbrummten. Leider bekam Nils dann im Laufe der 87km starke Knieprobleme, die ihn nach 1km auf der Laufstrecke zur Aufgabe zwangen. Gute Besserung für dich! Beim Laufen waren 4 Runden um unseren schönen Baggersee zu bewältigen - als ich den Rückstand zugerufen bekam in T2 musste ich mich wieder sammeln - 8:45min. Ich habe trotzdem versucht, das Rennen noch nicht abzuschreiben, da mich meine Laufform in den letzten Wochen ja recht zuversichtlich gestimmt hat. Ich konnte aber auf den ersten beiden Runden nur ca. 15-20 Sekunden gut machen. Auf der finalen Runde habe ich dann an der Versorgungsstation etwas Probleme mit Seitenstechen bekommen, so dass ich das Tempo nicht ganz konstant halten konnte über die 20,2km. Nach 3:55:22h konnte ich als zweiter die Ziellinie überqueren. Für mich an diesem Tag das absolute Maximum, das Lukasz einfach eine bombastische Leistung abgeliefert hat und da nichts zu holen war. An dieser Stelle auch noch mal herzlichen Glückwunsch an Felix Hentschel, der aus der 2. Startgruppe heraus am Ende 3. wurde!

Ausblick

In knapp 3 Wochen steht jetzt ein absolutes Highlight im Triathlonkalender an – der Mythos in Roth. Dort werde ich meine zweite Langdistanz absolvieren (3,8km Schwimmen – 180km Radfahren – 42,2km Laufen). Die Erwartungen sind natürlich hoch: Ich möchte ein schnelles Rennen machen und im Idealfall einiges schneller sein als letztes Jahr in Barcelona. Doch dabei möchte ich auch eines wieder erleben, so wie bei den letzten Wettkämpfen auch: den Spaß und die Freude an der Sache. Auch wenn es mein Traum und Ziel ist, ab 2018 als Profi zu starten und zu leben, habe ich in diesem Jahr schon oft erleben können, das viel mehr möglich ist, wenn man die ganze Kiste nicht zu ernst nimmt und hin und wieder mal nur genießt, gesund zu sein und Sport machen zu können und dabei trotz der ganzen Schinderei und Quälerei auch noch Spaß zu haben.

Direkt danach werde ich eine kleine Saisonpause einbauen um mich zu erholen – ein Miniurlaub quasi. Ab Ende Juli/Anfang August geht dann die Vorbereitung zur Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii los. Ab dem 23.08. werde ich diese in Charlotte (North Carolina) absolvieren, bevor es am 02.10. ca. 2 Wochen vor dem rennen nach Big Island geht. Dort geht dann hoffentlich der große Traum am 14.10. in Erfüllung und ich höre die legendären Worte vom Sprecher: „You are an ironman!".


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