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KRISTIN MÖLLER

 



Und jetzt - Viel Spaß beim Lesen!


3. Platz bei Asien-Pazifik-Kontinentalmeisteschaft in Cairns (Australien)

Mein doch etwas riskanter Plan innerhalb von 2 Wochen 2 Langdistanzen mit Vollgas zu finishen, um mich in der Weltrangliste auf einen Qualifikationsplatz für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii zu schieben, ging auf.

Ich hatte im April gut trainiert und fühlte mich für diese Doppelbelastung optimal vorbereitet. Eine große Hürde musste ich allerdings bewältigen und das waren 88 Reisestunden um die halbe Welt.
Dass es dabei vor zwei Wochen nur zu dem 11. Platz bei der südamerikanischen Meisterschaft in Florianopolis (Brasilien) reichte, war zunächst eine Enttäuschung.
Ich war so gut wie noch nie geschwommen und lief mit der großen Verfolgergruppe in die 1. Wechselszone. Mit guten Beinen sorgte auch ich für ein hohes Tempo, um den Vorsprung der Führenden zu minimieren. Einen Moment unachtsam sein, sollte mir dabei zum Verhängnis werden. Ich bekam nach 15 km eine 5-minütige Zeitstrafe, weil ich noch zu dicht hinter einer anderen Athletin fuhr, die in meinen 12m Abstand zu der vor mir liegenden Athletin gefahren ist, obwohl diese die ganze Gruppe hätte überholen müssen. Im Moment des Zurückfallens fuhr der Kampfrichter auf unsere Höhe und zeigte mir die blaue Karte für Drafting.
Da, während ich den Penalty bei km 45 absaß, natürlich sämtliche Mädels auf und davon fuhren, jagte ich stinksauer mal wieder dem Feld alleine hinterher. Es ist nicht zu leugnen, dass sich ein Rennen ganz anders gestaltet, wenn man in direkter Konkurrenzsituation 180km Rad fährt oder alleine gegen die Uhr kämpft und so mit 20 min Rückstand auf die Laufstrecke geht. Da reicht es nicht, wenn ich mit 2h58 5 bis 10 min schneller als die anderen Mädels laufe, vor allem nicht bei einem gut besetzten Championship Rennen.

Mit weniger Punkten als erhofft und ehrlich gesagt auch erwartet, ging es nach drei Tagen zuhause in Deutschland auf nach Australien.

In Cairns fühlte sich das Schwimmen wie auch schon in Florianopolis nach richtigem Sport an. Die Wellen ließen allerdings bei allen Athletinnen keine Spitzenzeiten zu.
Als Führende der Verfolgergruppe pacte ich mit dem Rad aus der Wechselzone. Nach 5 gefahrenen Kilometern tat es einen Schlag und ich befand mich mit meinem Sattel knapp über dem Oberrohr. Durch eine defekte Sattelklemme war meine Sattelstütze reingerutscht und so musste ich meine Fahrt unterbrechen, um mich nach dem Servicewagen zu erkundigen. Nachdem der aber schon irgendwo auf der Strecke war, fuhr ich wie auf ‘nem Bonanza-Rad zur 1. Verpflegung, wo ich ein Multitool bekam und sah, während ich das Problem behob, die Damenkonkurrenz erneut vorbeiziehen.
Tolles Dejavue-Erlebnis, aber nach kurzem Schütteln, wollte ich nur nicht die Wiederholung von Brasilien. Die Beine und die Lunge brannten dann in regelmäßigen Abständen. Aber an diesem Tag war es mir egal, dass ich tatsächlich eine Langdistanz machte und kein 40 km Einzelzeitfahren. Nach 150km mit ordentlich Wut im Bauch tauchten die Mädels als Gruppe auf einmal vor mir auf.
Als 5. Profidame, mit dem klaren Ziel mir die Podiumsplatzierung zu holen, begann ich wie gewohnt zügig und hatte mich nach 14 gelaufenen Kilometern auf Platz 3 gekämpft und schob mich bis auf 3:30min an Sarah Piampiano, die Zweitplatzierte, heran. Akute Magen-Darmbeschwerden ließen meine Aufholjagd dann aber enden.
Fast die komplette zweite Hälfte des Marathons war nun eine Tortour. Trinken konnte ich nur noch Cola in kleinen Schlucken und so musste ich mir meine Kräfte gut einteilen. Mit 6 Minuten Vorsprung im Ziel auf Platz 4 konnte ich die letzten Meter und den Zielkanal dann aber doch richtig genießen. Dieses Rennen war ein krönender Abschluss meines Frühsommerblocks und auch für meinen ASICSGEL-NOOSATRI11, eine absolute Granate auf der Marathon-Distanz.

Gespannt darf ich auf den Nachfolger NOOSA FF sein, den ich beim Fachprofi "SPORT IN" in Ingolstadt schon Probe gelaufen habe. Zum Einsatz kommt dieser dann bei meinem nächsten großen Highlight in Deutschlanddem Ironman Hamburg am 13. August. Mein absoluter Höhepunkt dieses Jahr soll dann die Weltmeisterschaft auf Hawaii am 14.10.2017 sein.

Die Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii sollte mit meinem jetzigen Punktestand eigentlich geschafft sein, obwohl man bei der neuen Qualifikationsregelung noch keine Erfahrungswerte aus den Vorjahren zum Vergleich hat. Mit einer guten Platzierung beim Ironman Hamburg sollte ich aber endgültig das Ticket nach Hawaii lösen.

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